07. Juni 2017

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Abgeordneter Konrad Antoni (SPÖ): Sehr geschätzter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ein herzliches Grüß Gott all jenen, die die Sitzung auf den Besucherrängen mitverfolgen. Und ein herzliches Grüß Gott an meine Heimatregion, an alle Waldviertlerinnen und Waldviertler, denn ich möchte mich heute in dieser Diskussion etwas näher mit dieser Region beschäftigen.

Im Bericht zur Lage der Tourismus- und Freizeitwirtschaft 2016, den wir heute diskutieren, ist mir meine Heimatregion, das Waldviertel, etwas zu wenig präsent. Die Zahlen zeigen, dass in Teilbereichen Aufholbedarf besteht, ich denke, vor allem im Bereich der privaten Unterkunftgeber.

Damit möchte ich nicht sagen, dass der Massentourismus unbedingt das sofort erreichbare, erklärte Ziel sein muss. Aber ich denke, die Arbeitsmarktlage im Waldviertel zeigt sehr deutlich, dass jeder zusätzliche Arbeitsplatz, vor allem durch den Tourismus, ein Gewinn für die Region, ein Gewinn für die Menschen ist. Und ich denke, gerade im Bereich der Privatzimmervermietung werden für diese Region große Möglichkeiten und Chancen geboten.

Ich denke, diese Region hat wirklich sehr, sehr viel zu bieten: von der Fülle der Nationalparks über die Käsemacherwelt  bis hin zu den Waldviertler Teichen, das Bildungspotenzial des Naturparkzentrums UnterWasserReich, die einzige Baumhaus Lodge  Österreichs, die Waldviertler Schmalspurbahnen, und nicht zu vergessen das Hotel Sole-Felsen-Bad, das in der Zwischenzeit Besucherinnen und Besucher in der Größenordnung von 300 000 im Jahr beherbergt. Das sind sehr viele gute Beispiele, die zeigen, dass sich die Region in der Zwischenzeit mit Attraktivitäten ganzjährig gut aufgestellt hat.

Geschätzte Damen und Herren, die Region liegt, glaube ich, nicht nur mir besonders am Herzen, sondern die Region liegt eigentlich wirklich im Herzen von Europa und hat großes Potenzial im Bereich des Tourismus, mit Großstädten wie Wien, Linz, Budweis oder Prag in der Nähe.

Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, bei uns zu Hause im Waldviertel gibt es einen Spruch: Ein Waldviertler sind drei Leute. Und mit dem Spruch möchten wir, glaube ich, signalisieren: Die Waldviertlerinnen, die Waldviertler sind gewohnt, hart zu arbeiten. Sie sind wirklich mit großem Interesse daran, die Region zu beleben, was ihnen in vielen Teilbereichen sehr gut gelungen ist.

Ich denke, für die Rahmenbedingungen sind wir in der Politik gefragt. Um geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, ist die Politik auf mehreren Ebenen, in mehreren Bereichen gefragt, denn – davon sind wir alle überzeugt – der Tourismus selbst ist eine Querschnittmaterie. Unterstützung und Ansätze beginnen bei der Wirtschaft, sie gehen von der Gesundheit bis zur Ausbildung gleichermaßen. Daher denke ich: Akzente seitens der Politik müssen gesetzt werden, damit das, was in den ländlichen Regionen geboten wird, für die Touristinnen und Touristen in Zukunft auch erreichbar ist.

Das wird nur in Zusammenarbeit funktionieren. Daran sollten wir arbeiten, damit vor allem die ländlichen Regionen, damit, wie heute angesprochen, die Privatzimmervermieterinnen und -vermieter eine Perspektive und die Regionen im Tourismusbereich eine optimale Chance für die Zukunft haben. – Danke.